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Historie

Das Friedrich-List Heim wurde als Erziehungsheim für Jugendliche gegründet und nach dem evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern benannt.

Nach Erstellung des Werkstattgebäudes 1926 durch den gemeinnützigen Verein Wichernhaus Stuttgart e.V. konnte am 8. September 1928 das Haupthaus eingeweiht werden.


Der Verein wurde in dieser Zeit von zahlreichen Firmen und Einzelpersonen mit teilweise großzügigen Spenden unterstützt wie z. B. die Evangelische Gesellschaft oder Robert Bosch.

Ziel des Vereins war es, arbeitslosen und obdachlosen Jugendlichen Unterkunft und Betreuung zu geben.

1933 belegte der Reichsarbeitsdienst das Haus teilweise, ab 1934 übernahm das Deutsche Auslandsinstitut das Wichernhaus als Schulungsheim für junge Auslandsdeutsche.

Am 1.Juli 1937 wurde es von der Stadt für Zwecke des Deutschen Volksheims erworben.

Im September 1939 beschlagnahmt die Wehrmacht die GebÃäude zur Einrichtung eines Lazaretts und die Chirurgie wird in das Friedrich-List-Heim verlagert.

Die Chirurgische Klinik wurde nach und nach in mehreren Etappen erweitert. 1953 entstand ein Neubau in der Theodor-Veiel-Straße, der durch einen Verbindungsgang an das Hauptgebäude angeschlossen wurde. Der Hauptbau erhielt 1966 einen Anbau oberhalb der Nürnberger Straße. Als letzter Bauabschnitt entstand 1993 der neue OP-Saal.

Die Chirurgie blieb bis 2001 im Friedrich-List-Heim. Danach nutzte die HNO-Klinik des Katharinenhospitals die Räumlichkeiten. Ab Frühjahr 2004 standen die Gebäude leer, bis sie im November 2006 von der SM Wirtschaftsberatungs AG zum Zwecke der Umwidmung gekauft wurden.